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Warum ich in die Berge gehe

 

 

 

 

ThemaLeserechtSeitenadminErstellt amSchreibrechte(1x bewertet)
Philosophie Öffentliche Seite Kaj 8.Dezember 2017 Alle Mitglieder
5.0
Index: 10 Gründe fürs Bergsteigen | Pinnwand
10 Gründe fürs Bergsteigen
Kaj
Der Author
Kaj
- Freitag, 8. Dezember 2017

Warum Viele nicht gehen

Die meisten Menschen kennen es: Man sitzt in seinem Alltag, es passiert nichts und doch wird man immer mehr daran erinnert, dass das Abenteuer da draußen ist. Und wenn wir dann die Werbung im Kino sehen die vom Lifestyle erzählt kommt der Wunsch zurück endlich was zu tun. Also eigentlich will man ja aber…

 

Man will es machen, weils so schön aussieht! Und dann findet man schnell heraus, dass es auch ein paar unbequeme Eigenschaften mit sich bringt, die die meisten Menschen eher nicht in Kauf nehmen wollen und dann doch lieber wieder Zuhause bleiben, in ihrer bequemen Alternativlosigkeit. Aber nach einem Tag in der Partnachklamm ist der „Ich war mal unterwegs Status“ wiederhergestellt und man kann erstmal wieder 1/2 Jahr nichts tun. Aber welche negativen Aspekte sind es die uns aufhalten mehr zu machen? Hier ein Überblick:

  • Früh aufstehen am Wochenende
  • Geld ausgeben für Essen und Sprit
  • Viel Fahrerei
  • Es ist anstrengend! Müsste erst wieder Sport machen
  • Man ist total durchgeschwitzt
  • Ist ist zu kalt / Es ist zu heiß
  • Fehlende Ausrüstung. Müsste man erst mal alles kaufen
  • Es ist oft Lebensgefährlich

Tja, man wird kein Outdooraktivist ohne zu wissen warum man es WIRKLICH will. Da ich einer geworden bin, wollte ich euch meine 10 Gründe vorstellen warum ich das alles liebend gern in Kauf nehme! Viel Spaß!

 

Kopf frei kriegen

Ursprünglich hatte ich das Wandern ja angefangen um meinen Gedankenballast draußen zu verarbeiten, statt in den eigenen vier Wänden. Doch es kam ganz anders: In Wirklichkeit hatte ich dort oben keinen einzigen Gedanken mehr für meine Sorgen! Und das ist es, was ich dort oben am meisten genieße: Man steht einfach über allem was man kennt und was einem Sorgen macht. Alle Probleme liegen sprichwörtlich unter Einem. Alles was jetzt noch eine Rolle spielt, ist man selbst und der Berg! Kein Gedanke an Arbeit, Geld und sonstigen Problemen ist mir jemals am Berg durch den Kopf gegangen. Auch nicht dieses bescheuerte „Oh morgen is ja schon wieder Montag“ Ding ist ganz weit weg! Fragt euch mal warum das so ist ;-)

 

Ausgleich zum Alltag

Mein größtes gesundheitliches Problem im Alltag ist ja eigentlich mein Job: Büroarbeit. Was so viel bedeutet wie 8 Stunden täglich auf einem Stuhl zu sitzen, was mindestens so giftig wie das Rauchen ist. Alleine um das zu kompensieren muss ich fast jeden Tag joggen gehen und Krafttraining gegen die Rückenschmerzen betreiben. Daher ist das Bergsteigen am Wochenende mit durchschnittlich 6 Stunden Höchstleistung des Körpers perfekt um meinem Körper den Ausgleich zu bieten. Deshalb auch gerne mal Zweitagestouren! Bin danach auch wesentlich fitter und besser in Form. Kann mir gar nicht mehr vorstellen wie es ist, wenn man nur mehr zwischen Couch Auto und Bürostuhl pendelt. Ah doch! Lustlosigkeit, dauerhafte Müdigkeit, Schlappheit, Unmotiviertheit…

 

Körper & Geist & Berg

Jetzt kommt der Esoterische Punkt! Leute, die Yoga machen, verschmelzen durch ihre Bewegungen Körper und Geist. Für mich ist es ähnlich, wenn ich völlig verschwitzt mit meinem Körper am Fels bin und alle Muskeln angespannt sind. Ein Spiel zwischen dem Verstand, der am Hadern ist, dem Körper, der an seine Grenzen kommt, und der Urgewalt der Natur! Für mich ist das inspirierend, da man verschmilzt mit der Natur und dabei erkennt was man plötzlich geleistet hat. Gerade schwierige Situationen lassen mich ganz und gar fallen in das Wechselspiel zwischen Körper und Geist.

 

Draußen sein

Als ich noch geraucht habe, wollte ich immer raus um zu rauchen. Aber das Rauchen war nicht der wahre Grund! Ich fühle mich einfach unwohl, wenn ich in einem lauten Raum sitze umgeben von vielen Menschen. Ich liebe es meinen Leerraum um mich zu haben, frische Luft zu atmen und nur den Himmel über mir zu haben. Auch damals in der Clubbing-Zeit, fand ich das lange nach Hause gehen besser als den Club und die Party. Jetzt habe ich das erkannt und stehe voll dazu: Ich brauche es einfach draußen zu sein! Und ich fühle mich unwohl unter zu vielen Menschen.

 

Stille

Das geht fast Hand in Hand mit dem letzten Punkt. Das Problem ist: zu viele Menschen! Überall! Ich bin jemand der gerne auch mal laut seine Gedanken ausspricht (also Selbstgespräche führt) und sich dann einfach gestört fühlt von fremden Leuten. Um meine Probleme zu überdenken brauche ich die Natur und die Ruhe um mich. Es gibt einfach zu viele Menschen und wo hat man am ehesten seine Ruhe? Am Berg! Klar gibt’s auch dort viele Leute aber wenn man zur rechten Zeit am richtigen Ort ist, hat man echte Einsamkeit! Warum ich mich unter vielen Menschen unwohl fühle ist aber ein anderes Thema. Was so besonders an dieser Stille ist, ist, dass man keinen Autolärm mehr hört und trotz all der gewaltigen Berge es Mucksmäuschenstill sein kann!

 

Gesellschaft

Wie lernt man heut zu Tage Menschen kennen? Habt ihr schon die richtige App gefunden? Also ich nicht. Auch in Clubs Leute anquatschen hat für mich nie funktioniert. Habe erkannt es gibt nur einen Weg: Sich in Facebook Gruppen anmelden, die die eigenen Interessen vertreten und dort an den Veranstaltungen teilnehmen oder selbst welche anbieten. So hab ichs gemacht und einen komplett neuen Freundeskreis aufgebaut mit lauter Gleichgesinnten. Es kommen immer wieder neue Gesichter hinzu! Und alleine wegen meinen liebsten Mitwanderern, mit denen man so einiges am Berg durchmacht, lockt es mich schon immer wieder in die Welt der Berge. Außerdem gibt es fast nichts schöneres als ein geselliger Hüttenabend am Berg! Und sowieso lernt man beim Reisen und Unterwegssein viel schneller coole Leute kennen die auch oft tolle Geschichten erzählen!

 

Demut – Ehrgeiz – Erhabenheit

Die klassischen Gefühle, die man beim Bergsteigen hat in der richtigen Reihenfolge.

 

Demut empfinde ich, wenn ich neue Berge entdecke und von unten hinaufstarre. Demut ist es was ich fühle, wenn ich am Fuße eines Giganten stehe und nie auf die Idee käme es dort hinauf zu schaffen.

 

Ehrgeizig werde ich dann, wenn ich mir vornehme dort hinauf zu steigen. Vielleicht auch mal am Erfolg zweifle aber mich dann wieder zusammenreiße. Mit jedem Schritt wächst der Erfolg und es wird langsam realistischer. Tolles Gefühl

 

Erhabenheit ist das Gefühl, wenn man am Gipfelkreuz steht und hinunterblickt. Wenn man weiß, was man gerade geschafft hat und das Gipfelglück spürt. Der Erfolg! Und den Berg unter sich, der noch zuvor so gewaltig wirkte.

 

Verdient hat man es dann, danach sich wieder Zuhause richtig lang zu machen und abzuschalten. Da fühlt sich das Gammeln bei einer TV-Serie und einem Weißbier gleich viel schöner an!

 

Lernen & Abenteuer

Es gibt eben doch immer wieder neue Situationen am Berg. Und je nachdem in was für eine prekäre Lage man durch Wetterwechsel oder unvorhergesehenen Situationen gerät, kommt es auf darauf an wie man handelt. Man lernt fürs Leben, man lernt etwas über das Überleben! Es reizt mich einfach Fähigkeiten und Wissen aufzubauen, wie man in der freien Natur überleben kann oder mit schwierigen Situationen fertig wird. Besonders das Klettersteigen gibt einem das Abenteuerfeeling wie man es sich wünschen würde. Man feilt an seiner Technik und nutzt seine Kraft um besser zu werden.

 

Weils schön ist

Der offensichtlichste Punkt kommt fast zum Schluss! Deshalb gehen ja die meisten Menschen raus, weil es auf den Fotos von anderen immer so toll aussieht. Aber die Fotos sind ja meist etwas übertrieben bearbeitet und spiegeln nicht unbedingt die wahre Schönheit in den Bergen wieder. Besonders schön sind auch die kleinen Details wie Blumen, Wolkenbewegungen, Tannen, Bäche, usw. Auch bei Regen oder Schnee oder Nebel, gibt es schöne Aspekte und die Stimmung am Berg ändert sich. Ich liebe gerade die Vielfältigkeit der Schönheit der Berge und nicht nur das Panoramabild vom Gipfel. Man muss es schon lieben um es zu erkennen.

 

Identität

Ich erwische mich leider immer wieder dabei Leute zu kritisieren, die ihr Leben mit Freude nur auf Saufparties, auf der Couch vorm TV oder im Keller vorm PC verbringen. Für mich sieht es so aus, als ob diese Menschen Angst vorm echten Leben haben und sich verstecken. Der Konsum von Serien oder Spielen lässt uns in eine Fantasiewelt fliehen, die wir genießen können und wo wir etwas sein können. Mach ich auch gerne mal! Aber wenn man nichts Anderes mehr tut, läuft man eigentlich nur noch von der Realität davon. Irgendwann kommt für jeden der Punkt, dass er sich der realen Welt stellen muss. Und was könnte realer sein als einen Berg zu besteigen? Warum kann man nicht auch in der echten Welt jemand sein? Es geht um deine Identität: Wenn du dich jemanden vorstellst und nur 3 Dinge nennen dürftest, wer du bist, was sagst du? Bergsteiger sein ist eine meiner Identitäten und sowas zeichnet sich durch Leidenschaft und Aktion aus. Eine Identität schöpft man durch ein Hobby aber man braucht den Mut und die Überzeugung etwas Neues zu probieren und sich der Gewohnheit in den Weg zu stellen. Aber danach läuft’s wie von alleine. Bist du selbstbewusster in der Realität bist dus auch wenn es mal drauf ankommt.

 

So das waren meine 10 Gründe. Wie fandet ihr den Beitrag? Würde mich auf ein Feedback in den Kommentaren freuen oder wenn ihr selbst so denkt, es auch gerne teilt. Bin auf jeden Fall auch begierig auf eure 10 Gründe, falls ihr welche habt ;-)


Auch Intressant...

Der "Moment"

Der höchste Wunsch.... überhaupt!



niko - 10.Dezember 2017 um 10:25:00 Uhr
#Warum ich in die Berge gehe

Manchmal braucht man keinen Grund um Wandern zu gehen. ;)

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Kaj: zähl mal deine auf (10.Dezember 2017 - 18:09:00)
niko: Hauptsächlich - Raus aus dem Alltag - Das Bedürfnis sich zu Bewegen - Zeit "sinnvoll" vertreiben - Die Natur oder andere Orte entdecken - Einfach nur raus :) (10.Dezember 2017 - 18:54:00)

niko - 30.November -1 um 16:14:00 Uhr
#Warum ich in die Berge gehe

hat die Seite mit 5 bewertet.
Sehr Interessant!

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